Gegenangebot
Auch bekannt als: Counter-Offer, Gegen-Angebot
Warum Gegenangebote passieren
Die Arbeitgeber-Logik ist einfach: Diese Person zu verlieren kostet mehr als die Erhöhung. Konkret:
- Recruiting und Onboarding eines Ersatzes: typisch 6-12 Monate vollkostenrechnerisches Gehaltsäquivalent.
- Projekt-Lieferungsverlust während der Lücke.
- Team-Moral-Effekt eines senior Abgangs.
Wenn die Rechnung „15 % Erhöhung spart 60 %+ eines Jahresgehalts” ergibt, kommt das Gegenangebot.
Warum die meisten Gegenangebote schlecht für die Person sind
Drei Muster aus Forschung und HR-Praxis:
- 70-80 % der Annahmen von Gegenangeboten gehen trotzdem binnen 12 Monaten. Der Grund für die Suche ist nicht verschwunden; nur die Gehaltszahl hat sich geändert.
- Die Beziehung ist verändert. Die Führungskraft weiß jetzt, dass die Person woanders Interviews führte. Beförderungs- und Vertrauenswege verschieben sich leise.
- Zukünftige Erhöhungen verlangsamen sich. Die große Zahl wurde schon geliefert; das nächste Review ist zurückhaltend.
Daher der Standardrat erfahrener Recruiter:innen: Gegenangebot ablehnen.
Wie damit auf der Hiring-Seite umgehen
Wenn Sie der neue Arbeitgeber sind und Ihre Bewerbung ein Gegenangebot bekommt:
- Schnell handeln. Je länger die Person das Gegenangebot in der Hand hat, desto mehr Zeit hat der aktuelle Arbeitgeber, draufzulegen.
- Den Wechselgrund verstärken. Was die Person zum Wechsel bewegt hat, adressiert das Gegenangebot nicht.
- Nicht nur über Geld gewinnen wollen. Gehalt erhöhen, wenn möglich, aber die Person hat sich aus nicht-monetären Gründen zum Wechsel entschieden; in die einlegen.
Wo Join hineinpasst
Time-to-Accept ist eine getrackte KPI in Join. Wenn eine Bewerbung im Gegenangebots-Fenster ist, sieht das Team das sofort und kann den Abschluss verdichten. Mehr auf der Funktionsseite.
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