Stellenanzeige
Auch bekannt als: Jobanzeige, Stellenangebot
Die meisten Stellenanzeigen werden auf Grammatik korrigiert und nicht auf die Kandidat:in zugeschnitten. In dieser Lücke gehen Bewerbungen verloren.
Was in eine Stellenanzeige gehört
Das Minimum, das Kandidat:innen für die Entscheidung brauchen:
- Die Rolle. Ein Titel, der die Arbeit beschreibt, nicht der interne HR-Titel.
- Das Team. Mit wem täglich gearbeitet wird.
- Die Aufgaben. Drei bis fünf konkrete Dinge, die in den ersten 90 Tagen anstehen.
- Die Kriterien. Was die Person wirklich vorher gemacht haben muss, als Ergebnisse formuliert, nicht als Jahre.
- Die Vergütung. Eine Gehaltsspanne. Nicht „marktüblich”.
- Ort und Modell. Büro, hybrid, remote — mit Tagen und Zeitzonen.
- Der Prozess. Wie viele Interviews, wer dabei ist, erwartete Dauer.
Die meisten Anzeigen enthalten drei dieser Punkte. Die starken alle sieben.
Was eine Anzeige wirken lässt
Zwei Muster tauchen in Anzeigen auf, die Bewerbungen der richtigen Personen erzeugen:
- Konkret statt allgemein. „Den Onboarding-Flow für neue KMU-Kund:innen im deutschen Markt aufbauen” schlägt „verantwortlich für Customer Onboarding”. Konkretheit wirkt selbstselektiv.
- Eine echte Gehaltsspanne. Anzeigen mit Spanne bekommen 60-80 % mehr qualifizierte Bewerbungen. Anzeigen ohne Spanne ziehen Personen an, die sich auf alles bewerben.
Die Gegenmuster — Buzzword-Suppe, achtzehnpunktige Anforderungslisten, keine Vergütung — bringen Bewerbungen der falschen Art.
Was nicht hineingehört
- „Ninja”, „Rockstar”, „Guru”. Disqualifiziert genau die Menschen, die Anzeigen kritisch lesen.
- 18-Punkte-Anforderungslisten. Wer alle 18 erfüllt, braucht diesen Job nicht. Auf fünf Must-haves kürzen.
- „Sonstige Aufgaben nach Absprache”. Signalisiert: Die Rolle ist undefiniert.
- Eine „Über uns”-Einleitung über vier Absätze. Ans Ende schieben oder streichen.
Stellenanzeige vs. Stellenbeschreibung
Zwei verschiedene Dokumente. Eine Stellenbeschreibung ist intern — Aufgaben, Level, Scope, Grundlage für Vergütung und Performance Review. Eine Stellenanzeige ist die nach außen sichtbare Verdichtung, geschrieben für ein einziges Ziel: dass sich die richtige Person bewirbt.
Wo Join hineinpasst
Der Anzeigen-Flow in Join enthält die Gehaltsspanne als Standardfeld und eine Struktur, die zum Konkreten statt zum Buzzword führt. Mehr auf der Funktionsseite.
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